Letzte Woche hatte ich mein 10-jähriges Zentangle-Jubiläum.
Das nahm ich zum Anlass, die gleiche Kachel wie am 14.11.2014 nochmals zu tangeln. Nunmehr das Dritte mal und diesmal mit einer ganz anderen Herangehensweise.
Meine allererste Kachel am 14. November 2014
und der Beitrag dazu https://www.elatorium.de/13-mein-erster-versuch.html

Die Kachel das zweite mal im Februar 2016
und der Beitrag dazu https://www.elatorium.de/2911-ghosts-of-tangles-past-diva-challenge-255.html 
Ich saß über eine Stunde und blickte zurück. Meist musste ich Lächeln, oder Schmunzeln, ein paarmal den Kopf schütteln und auch die ein oder andere Träne verdrücken.
Wichtige Momente, kurze und lange gingen mir durch den Sinn, Episoden und Meilensteine, während ich meine damalige Urform von Printemps tangelte. Mit jeder neuen Spirale glitt ein anderer Gedanke durch meinen Geist, das wurde fast zu einem Rhythmus.
Die Verbindungen von Florz ließen mich zu meinen Reisen zurückkehren, den Wundern dieser Orte und Menschen, dem Staunen, der Dankbarkeit und den Erkenntnissen, Anstrengungen und auch Schmerzen.
In Linien von Paradox fühlte ich den wichtigsten Projekte dieser letzten 10 Jahre nach, dem ElaToRium mit der Challenge und alle den Kursen, der vor sich hin sprudelnden Musterquelle in jahrelanger freundschaftlicher Zusammenarbeit mit Annette Plaga-Lodde und jetzt schon seit einiger Zeit Gildo und Sonja. Sie führten mich auch vorbei an den Anstrengungen um das Burnout Präventiv Team, mit allen engagierten Beteiligten, besonders meine Freund Hans-Peter Dibke, den vielen Ausstellungen und Veranstaltungen, der Mitarbeit an Büchern, im Besonderen an der Übersetzung des Zentangle Grundkurses, danke für Euer Vertrauen Rick und Maria, Molly und Martha. Nicht zuletzt streifte ich mit Paradox das Wagnis mit Conzentic und den CZT EU Seminaren, das im Ergebnis alle Anstrengung und Verzweiflung wert war, da es mich so vielen Menschen und meinem Ziel so viel näher gebracht hat, die Menschen in Europa besser in Kontakt mit Zentangle zu bringen.
Für Cubine brauchte ich am längsten, denn hier stand jedes Fenster für einen besonderen Menschen, der die letzten 10 Jahre meiner Reise ein Stück des Weges mit mir lief. Hier ließ ich den Tränen freien Lauf, nicht nur beim Gedanken an meine liebste Schülerin und zwischenzeitlich verstorbenen Mama und Saanar meine Seelenkatze. Cubine war das Muster, in dem ich meine Versäumnisse dieser Zeit am meisten bereute, aber auch dankbar war welches Glück ich hatte, all diesen Menschen begegnen zu dürfen. Überwogen haben die feinen Erinnerungen und lassen mich immer noch lächeln. Hier hatte ich auch den Gedanken, ich hätte besser auf einer Opus-Kachel angefangen zu tangeln. 😉
Betweed steht für das, was ich jetzt draus machen will, sozusagen den runden, eleganten Abschluss dieser Etappe meines Lebens. Geholfen hat hier Tipple, wie immer. Es schafft mit Leichtigkeit und Lächeln die Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft. Es darf ruhiger aber auch wieder offener werden. Das Planen werde ich lassen und im Jetzt zugreifen, wenn die Gelegenheiten rufen, es ich gut anfühlt und ich die Kraft dazu habe. 😉
Ein Teil in der Mitte der Kachel darf jetzt fehlen. Der steht für mein Ego und alles was darum herum schwimmt. Fehlt nicht wirklich. 😊 Es gibt kein Müssen mehr – gab es nie.
